Erhöhung der Abwassergebühren – so bitte nicht!

Für die jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses war die Abstimmung über eine Anhebung der Abwassergebühren vorgesehen. In der Vorlage der Verwaltung wurde erläutert, dass eine Reduzierung des Schmutzwassers von € 2,55 je Kubikmeter auf künftig € 1,82 je Kubikmeter erfolgen soll. Gleichzeitig sollten die Sätze für Niederschlagswasser von € 0,29 je Kubikmeter auf künftig € 0,70 je Kubikmeter angehoben werden. Unter dem Strich hätte das für die große Mehrheit der angeschlossenen Grundstücke eine Gebührenerhöhung bedeutet. Unverständlich erschien uns, dass für die Neuberechnung der Gebühren lediglich die Niederschläge eines einzigen Jahres herangezogen wurden. Der Begriff vom „langjährigen Mittelwert“ wurde überhaupt nicht beachtet. Zudem lagen uns Informationen vor, wonach die Gemeinde im Jahr 2021 eine Rückzahlung in Höhe von € 135.401,00 für zu  viel gezahlte Abwassergebühren von der Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße (KMB) erhalten hatte.  Eine Rückzahlung in ähnlicher Höhe ( € 146.832,00) gab es bereits im Jahr davor. Bei der besagten Sitzung stellten wir deshalb die Frage nach der Plausibilität der vorgelegten Zahlen. Die Verwaltungsvorlage wurde daraufhin ohne weiteren Kommentar zurückgezogen. Verstehen können wir den Vorgang nicht, denn dem Bürgermeister liegen die gleichen Informationen vor wie uns. Wir werden jetzt darauf drängen, dass die von den Bürgern zu viel bezahlten Gebühren auch den Bürgern zu Gute kommen und nicht in irgendwelchen Rücklagetöpfen verharren.

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