Kontrollieren statt Resignieren

Keine Duldung von Umweltverschmutzern und Raudies

 

 

20200731 170647

20200731 170846

 

Die aktuelle Situation am Omlor-Badesee in Groß-Rohrheim kommt einer Bankrotterklärung der Ordnungsbehörden gleich. Noch im vergangenen Jahr wurden in der verlängerten Speyerstraße zusätzliche Verkehrsschilder aufgestellt und im Juni 2019 war zu lesen, dass man deshalb mit der Polizei und dem Hessischen Städte- und Gemeindebund zusammenarbeitet. Fakt ist jedoch, dass die damaligen Problemen fortbestehen und sich nichts verbessert hat. Die Straßensperrung unter der Woche bringt genauso wenig wie eine Sperrung am Wochenende - wenn dazu keine Kontrollen stattfinden. Nach übereinstimmenden Informationen vieler Groß-Rohrheimer war das mittlerweile sehr häufig der Fall. Groß-Rohrheimer Bürgerinnen und Bürger die sonst mit dem Fahrrad zum Baggersee fahren, bleiben mittlerweile Zuhause oder suchen sich woanders Abkühlung. Pöbelnde, rücksichtslose Badegäste, die gemäß ihrer Autokennzeichen aus einem Umkreis von 50 Kilometer und mehr nach Groß-Rohrheim kommen, verleiden den Groß-Roheimern ihren Badesee vor der Haustür. Dabei würden kompromisslose Kontrollen und konzentrierte, wiederholte Aktionen von Polizei und Ordnungsamt ganz sicher für eine Verbesserung der Situation sorgen. Fraglich ist allerdings wie es beim Ordnungsamt überhaupt weitergeht. Mittlerweile ist es Ortsgespräch, dass der Groß-Rohrheimer Ordnungshüter schon vor einer Weile seine Kündigung abgegeben haben soll. Bis dato war keine Neuausschreibung der Stelle zu sehen.

Bei der Situation am Badesee kommt erschwerend kommt hinzu, dass der eigens für das Abstellen von Kraftfahrzeugen geschaffene Parkplatz gegenüber der Grillhütte seit über 12 Monaten größtenteils mit Erdaushub und Schlamm aus dem Augraben blockiert ist. Deshalb fehlt es an Abstellfläche für mehr Fahrzeuge, die dann verbotenerweise lieber gleich direkt bis zum Badesee fahren oder ihren fahrbaren Untersatz im Parkverbot abstellen. Klar ist aber, je weiter der Fußweg bis zum Badesee, desto weniger schleppen die Badegäste mit sich und desto weniger Müll muss anschließend auf Gemeindekosten eingesammelt und entsorgt werden. Vor 12 Monaten war in der Presse zu lesen, dass künftige Falschparker aus der verlängerten Speyerstraße abgeschleppt werden. Davon ist heute keine Rede mehr

 

20200731 123023 001

Mit der Sperrung der Zufahrt zum Rhein, die seit dem vergangenen Wochenende ab dem Ende der Jahnstraße gilt verhält es sich ganz ähnlich. Viele Autofahrer, die seither Verständnis für die Sperrung ab dem Rheinwinterdeich hatten und dort ihre Fahrzeuge parkten, fahren nun durch bis zum Rheinparkplatz. Dort sieht man mittlerweile sogar Kleintransporter mit Anhänger stehen. Anschließend liegen dann die entsprechenden Hinterlassenschaften wie defekte Grills, Luftmatratzen, Verpackungsmüll, Flaschen und Essensreste am Wegesrand oder im Gebüsch. Ob sich zur nächsten Müllsammelaktion am Rhein wieder so viele Bürger einfinden darf bezweifelt werden. Es ist nicht in Ordnung, dass die Behörden vor Raudies, Umweltverschmutzern und Naturfrevlern einknicken und deshalb allen Bürgerinnen und Bürgern die Naherholung vergällt wird. Ordnungsämter, Polizei und Aufsichtsbehörden werden durch Steuern und Abgaben finanziert. Wenn bei den Behörden allerdings die Resignation siegt und die erforderlichen engmaschigen Kontrollen ausbleiben, darf man gespannt sein welche Einschränkungen des öffentlichen Lebens als nächstes verhängt werden. Seit bald 15 Jahren gab es von Seiten der Bürger für Groß-Rohrheim (BfGR) schon viele Vorschläge wie man die Probleme angehen sollte. Auch in Groß-Rohrheim ist es höchste Zeit für einen Runden Tisch zu diesem Thema. Bürger, Vereine, Politik, Verwaltung und Polizei sollten sich schnellstens zusammensetzen.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.